Berühmte Bauwerke in Deutschland

1.) Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor befindet sich am Pariser Platz, im Berliner Stadtteil Mitte und gilt als einzig erhaltenes der ehemals 14 Berliner Stadttore. Der Bau entstand auf Anordnung König Friedrich Wilhelm II. und sollte den Abschluss der Prachtstraße Unter den Linden bilden. Carl Gotthard Langhans errichtete das Brandenburger Tor 1788 bis 1791 nach Motiven der Propylen in Athen. Der Sandsteinbau gilt als erstes klassizistisches Bauwerk Berlins. Das 26 Meter hohe und 66 Meter breite Tor wurde 1868 von Johann Heinrich Strack um die seitlichen Säulenhallen erweitert. Sechs dorische Säulen begrenzen fünf Durchfahrten. Seit 1793 wird das Brandenburger Tor durch die Quadriga gekrönt. Johann Gottfried Schadow entwarf die Siegesgöttin Viktoria auf ihren von vier Pferden bespannten Siegeswagen. Napoleon ließ die Quadriga 1806 nach der Niederlage gegen Frankreich nach Paris bringen. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung kehrte sie 1814 an ihren abgestammten Platz zurück. Im II. Weltkrieg wurde das Brandenburger Tor schwer zerstört und von der Quadriga blieb lediglich ein Pferdekopf erhalten. 1956 wurde mit dem Wiederaufbau des Bauwerkes begonnen. Als 1961 die Berliner Mauer errichtet wurde, befand sich das Brandenburger Tor inmitten der Sperrzone und durfte nicht mehr passiert werden. Heute gilt das Brandenburger Tor als Wahrzeichen Berlins und als Symbol der überwundenen Teilung Deutschlands.

2.) Olympiastadion München

Das Münchner Olympiastadion bildet das Herzstück des Olympiaparks, welcher anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1972 entstand. Die Architektengruppe um Frei Otto entwarf auf dem Oberwiesenfeld ein Stadion im Einklang mit der umliegenden Landschaft. Eine aufwendige Zeltdachkonstruktion, welche zum Markenzeichen des Stadions wurde, verbindet die Anlage mit dem angrenzenden Olympiapark. Erstmals in der Geschichte des Stadionbaus in Deutschland wurde im Olympiastadion eine Rasenheizung installiert. Nach den Wettkämpfen der Olympischen Spiele fanden in der Anlage meist Rockkonzerte und Fußballspiele statt. So bestritt zwischen 1972 und 2005 der FC Bayern München seine Heimspiele im Olympiastadion. Weiterhin fanden die Endspiele der Fußball-Weltmeisterschaft 1974, sowie der Europameisterschaft 1988 vor ausverkaufter Kulisse statt. Den ungebrochenen Zuschauerrekord halten 90 000 Besucher, welche 1973 ein Spiel zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Augsburg verfolgten. In den 1980er Jahren wurde die Platzkapazität aus Sicherheitsgründen auf 69 000 reduziert. 1993 wurden Pläne für eine grundlegende Modernisierung der Anlage zugunsten des Baus der 2005 eröffneten Allianz Arena auf Eis gelegt. Heute wird das Münchener Olympiastadion vornehmlich für Leichtathletikwettkämpfe und Kulturveranstaltungen genutzt.

3.) Reichstag

Kaiser Wilhelm selbst legte den Grundstein für die Errichtung des 30 Millionen Mark teuren Berliner Reichstagsgebäudes. Architekt Paul Wallot schuf 1884 bis 1894 einen imposanten Neo-Renaissancepalast, welcher bei seiner Eröffnung über mehrere Sitzungssäle, eine 90 000 Bände umfassende Bibliothek und ein Archiv verfügte. Im I. Weltkrieg wurde die Giebelinschrift “Dem deutschen Volke” angebracht, welche noch heute zu lesen ist. 1918 rief Philip Scheidemann im Reichstag die Republik aus. Geschichte schrieb auch der Reichstagsbrand am 27. Februar 1933. Der Brand wurde nie restlos aufgeklärt. Während die Nationalsozialisten einen Komplott der Kommunisten dafür verantwortlich machten, vertrat die kommunistische Seite die These, die Nationalsozialisten hätten den Brand selbst verursacht. Nach dem Reichstagsbrand wurde das Gebäude nicht instand gesetzt und mit dem II. Weltkrieg in eine Ruine verwandelt. Bis 1970 wurde der Reichstag wieder aufgebaut und fortan vom Deutschen Bundestag für Sitzungen genutzt. Mit dem Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin wurde der Reichstag zwischen 1991 und 1999 zu einem modernen Plenargebäude umgestaltet. Als Publikumsmagnet galt die spektakuläre Verhüllungsaktion des Verpackungskünstlers Christo im Sommer 1995. Seit 1998 ist der Reichtag offizieller Sitz des Deutschen Bundestages. Die begehbare Glaskuppel des Stararchitekten Sir Norman Foster hat sich zu einer der größten Besucherattraktionen Berlins entwickelt.

4.) Wartburg

Die Wartburg erhebt sich auf dem 411 Meter hohen Wartberg, unweit der thüringischen Stadt Eisenach. Das Bauwerk zählt zu den historisch interessantesten deutschen Burganlagen und gilt als eine der größten Sehenswürdigkeiten des Landes. Die Sage erzählt von Ludwig dem Springer, welcher bei einem Jagdausflug begeistert ausgerufen haben soll “Wart, Berg, du sollst mir eine Burg werden” und daraufhin 1067 die Wartburg gründete. Historisch belegt ist die Existenz der Burg seit 1080. Bald diente sie nicht nur als Wehrbau, sondern auch zu Regierungs- und Repräsentationszwecken. Im Mittelalter soll ein historisch nicht nachweisbarer Sängerwettstreit stattgefunden haben, dem Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide beiwohnten. Richard Wagner verarbeitete diesen Stoff in seiner Oper “Tannhäuser”. Anfang des 13. Jahrhunderts lebte die später heilig gesprochene Elisabeth von Thüringen auf der Burg. 1521 übersetzte Martin Luther inkognito als “Junker Jörg” auf der Wartburg das Neue Testament. Die Baubestände der mehrfach restaurierten Burganlage stammen zum Großteil aus dem 19. Jahrhundert und gruppieren sich um zwei Innenhöfe. Den einzigen Zugang zur Wartburg bildet eine Zugbrücke im Norden der Anlage. Der erste Burghof wird von Fachwerkbauten bestimmt. Im zweiten Hof finden sich die ältesten Teile der Burg. Vom Südturm bietet sich ein herrlicher Ausblick. Zu den Höhepunkten einer Besichtigung der Wartburg zählen der 40 Meter lange Rittersaal, der Sängersaal und der Festsaal. Nahezu unverändert blieb die Lutherstube, wo Luther ein Tintenfass nach dem Teufel geworfen haben soll.

5.) Commerzbank Tower

Der Commerzbank Tower ist ein Wolkenkratzer im Zentrum Frankfurt am Mains. Seit 1997 erhebt er sich am Kaiserplatz und bildet, zusammen mit älteren Hochhäusern, den Komplex der Commerzbank-Zentrale. Der 259 Meter hohe Bau galt bis zum Jahr 2003 als höchstes Gebäude Europas, wurde aber vom Triumph-Palace in Moskau abgelöst. Architekt Sir Norman Foster entwarf dem 65stöckigen Bau für einen Ideenwettbewerb 1991. In der 200 000 Tonnen schweren Konstruktion wurden 18 800 Tonnen Stahl verbaut. Die Grundform des Commerzbank Tower bildet ein gleichseitiges, an den Ecken abgerundetes Dreieck. Als Attraktion gelten die in den Atriumbereich integrierten neun Themengärten, welche verschiedene Vegetationszonen verkörpern und spiralförmig versetzt über jeweils vier Etagen reichen. Die hierzu verwendete Rahmenkonstruktion gilt als einmalig auf der Welt. In der 53. Etage befindet sich eine Aussichtsplattform, welche auch für Veranstaltungen genutzt werden kann, jedoch nicht öffentlich zugänglich ist. Zur Personenbeförderung innerhalb des Gebäudes stehen 16 Fahrstühle zur Verfügung. Der Commerzbank Tower wurde nach ökologischen Gesichtspunkten errichtet. So gewährt eine doppelte Außenfassade die Zufuhr von Frischluft. In der untersten Ebene des Gebäudes befindet sich ein Restaurant. Der Tower selbst ist nicht öffentlich zugänglich.

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