Berühmte Bauwerke in Frankreich

1.) Der Eiffelturm

Der Eiffelturm gilt als bekanntestes Wahrzeichen von Paris und Symbol Frankreichs schlechthin. Die 10 000 Tonnen schwere Stahlfachwerkkonstruktion befindet sich unmittelbar am Ufer der Seine. Anlässlich des 100jährigen Jahrestages der Revolution und der Weltausstellung errichtete Ingenieur Gustave Eiffel das Bauwerk in den Jahren 1887 bis 1889. Mit einer Gesamthöhe von 300 Metern galt der Eiffelturm mehr als 40 Jahre als das höchste Bauwerk der Erde. Auf Grund einer im Jahre 1957 nachträglich angebrachten Fernsehantenne misst der Eiffelturm heute stolze 318 Meter. Das erste und zweite Stockwerk lässt sich von Besuchern per Fahrstuhl, oder über 350 bzw. 730 Stufen erreichen. Die erste Etage befindet sich 58 Meter über dem Boden und verfügt über ein Restaurant. Ebenfalls können sich Besucher in einer Ausstellung über die Geschichte des Bauwerkes informieren. Im 116 Meter über dem Boden liegenden zweiten Stockwerk ist ein Café untergebracht. In die 276 Meter vom Erdboden entfernte dritte Etage gelangt man nur per Fahrstuhl. Hier befindet sich ein 80 Personen fassender Glassalon. Eine Treppe führt zur Aussichtsplattform. Bei günstigen Witterungsverhältnissen reicht die Sicht bis 90 Kilometer weit. Einen besonders eindrucksvollen Blickfang stellt die Beleuchtung des Turmes in den Abendstunden dar.

2.) Schloss Versailles

Das Schloss in Versailles gilt als eine der prunkvollsten Bauten der Welt und stellt das Hauptwerk der Ära Ludwigs XIV. dar. Der imposante Bau nimmt die Westseite des Place d´Armes in Versailles ein. Die Geschichte der Anlage geht auf Ludwig XIII. zurück, welcher sich 1624 ein Jagdschloss errichten ließ. Seine heutige Pracht verdankt der Bau beinahe ausschließlich Ludwig XIV. Dieser ließ zunächst nur einige Erneuerungen vornehmen. Bald darauf jedoch erweiterte er das Schloss umfassend und machte es zum Mittelpunkt des höfischen Lebens im Frankreich seiner Zeit. Die beiden östlichen Flügel stellen die erste Erweiterung des ursprünglichen Jagdschlosses dar. 1676 erweiterte J. Hardouin-Mausart das Schloss um ein Stockwerk und ließ die Nord- und Südflügel sowie die Spiegelgalerie anbauen. Abschließend wurden Anfang des 19. Jahrhunderts die klassizistischen Pavillons an der Cour Royale ergänzt. Für den 580 Meter langen Prachtbau wurden 500 Millionen Goldfranken verbaut. Für eine Besichtigung des Versailler Schlosses sollte mindestens ein Tag eingeplant werden. Das Schlossinnere betritt man an der Vorderseite der Cour Royale. Die prunkvollen Wohnräume Ludwigs XIV. gelten als weltweit einzigartig. Die wohl größte Attraktion der Anlage ist der Spiegelsaal, mit seinen 17 Bogenfenstern und kostbaren wandhohen Spiegeln. Die weitläufigen Parkanlagen sind weitgehend in ihrem ursprünglichen Erhaltungszustand und beeindrucken mit ihrer symmetrischen Anlage, zahlreichen Vasen, Statuen und Wasserspielen.

3.) Notre Dame d`Auteuil

Die Pariser Pfarrkirche Notre Dame d`Auteuil befindet sich im Nobelviertel Auteuil. 1877 begann der französische Architekt Èmile Vaudremer mit der Errichtung eines Nachfolgebaus für die ursprüngliche Pfarrkirche, welche im 12. Jahrhundert gegründet wurde. Der 63 Meter lange romanisch-byzantinische Kirchenbau wurde 1892 geweiht. Sein für die Zeit typischer “Zuckerbäckerstil” lässt Ähnlichkeiten mit der Pariser Basilika Sacré-Coeur erkennen. Die Inneneinrichtung erinnert den Betrachter an die Kathedrale von Périgueux und die berühmte Hagia Sophia in Istanbul. Der bemerkenswerteste Einrichtungsgegenstand der Kirche ist die 53 Register umfassende Orgel, deren warmer kräftiger Klang die Besucher des Gotteshauses in seinen Bann zieht. Aristide Cavaillé Coll, bedeutendster Orgelbauer der Romantik, schuf das Meisterwerk im Jahre 1885.

4.) Abtei Fontevrault

Die Abtei Fontevrault befindet sich in Stadtgebiet von Anjou, südöstlich des für sein Loire-Schloss berühmten Städtchens Saumur. Das 14 Hektar große Gelände wird auch als “Klosterstadt” bezeichnet und gilt als größte mittelalterliche Abtei Europas. Hervor ging die Abtei aus der Gründung einer Benediktinerkongregation im 11. Jahrhundert durch den Wanderprediger Robert d`Arbrissel. Den Mittelpunkt der Anlage bildet die 1119 geweihte großartige romanische Abteikirche, das bedeutendste Beispiel einer Kuppelbasilika auf französischem Boden. Berühmt sind die Grabstätten der Gründer des Hauses Plantagenet, welches die Geschichte Frankreichs und Englands über Jahrhunderte miteinander verknüpfte. Neben der Herzogin Eleonore von Aquitanien liegen auch deren zweiter Mann, Henry II., und deren gemeinsamer Sohn Richard Löwenherz in der Abtei von Fontevrault begraben. In den den Kreuzgang Grand Moûtier umgebenden Renaissancebauten lebte eine der größten Nonnengemeinschaften Frankreichs. Ein beeindruckendes Beispiel weltlicher Architektur stellt die aus Stein erbaute achteckige Kücheneinrichtung im Tour Evraud dar. Unter Napoleons Herrschaft wurde das Kloster ab 1804 als Gefängnis genutzt und blieb dies bis 1963. Danach erfolgten umfassende Restaurationsarbeiten. Heute wird die Abtei Fontevrault häufig für Konzerte und Ausstellungen genutzt.

5.) Aqueduc de Saint-Clement

Der 1772 vollendete Aqueduc de Saint-Clement prägt das Bild des Montpellierer Stadtteiles Les Arceaux. Die 880 Meter lange und mehr als 20 Meter breite Anlage wurde vom französischen Wasserbauingenieur Henri de Pitot entworfen und aus einfachen Mauersteinen errichtet. Die Arkadenbögen, welche eine Spannweite zwischen drei und neun Metern besitzen, entstanden nach dem Vorbild der Pont du Gard, einem der bedeutendsten römischen Brückenbauten, in der Nähe von Nimes. Die Anlage leitete das Wasser der 14 Kilometer entfernten Quelle Saint-Clement nach Montpellier und speiste einen Wassertank unweit des Triumphbogens Porte du Peyrou. Von hier aus konnten Springbrunnen, wie die Fontaine de Cybele oder Fontaine des Licomes, betrieben werden. Des weiteren wurden Wasserstellen für die Bevölkerung bereit gestellt. Der Aquduc de Saint-Clement zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Montpellier und ist besonders eindrucksvoll von der sich auf einem Hügel erstreckenden Altstadt zu betrachten.

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